Kurzer Abriss zur Entstehung …

2026

August, 7. Yoga Festival findet auf dem Schimmelhof und im DAS KULT statt.

 


2025

August, 5. open air Bühne auf dem Schimmelhof. 

6. Yoga Festival findet auf dem Schimmelhof und im DAS KULT statt.

Mai-November, durch weitreichende Umbaumaßnahmen im Gebäude des KULT durch die Schimmelhof GmbH (das Dach wird neu gedeckt, die Fassade gedämmt) erhält Das KULT einen weiteren Seminarraum. Er wird “Viola Spolin” getauft. Zu Ehren der Impro-Schauspielerin und Erfinderin unzähliger Gruppenangbote im Improtheater. Darüber hinaus entsteht im Zuge des Umbaus eine Sanitär Anlage im Obergeschoss, wo sich die Seminarräume Keith Johnstone, Del Perry Close, sowie Viola Spolin befinden.


2024

Januar, nachdem die Jazz-Session im Jahr 2021 von den damaligen Betreibern nicht mehr durchgeführt wurde, habe ich das Konzept wieder aufgenommen und am 26. Januar mit JAZZ- SESSION -reloaded- wiedererweckt. Seit dem findet sie jeden 2. Monat im DAS KULT statt. Sven Waida hatte die gleiche Idee und somit arbeiten wir beide gemeinsam an der Fortsetzung dieses wundervollen Formates.

Juli/August 4. open air Bühne auf dem Schimmelhof.

August, 5. Yoga Festival findet auf dem Schimmelhof und im DAS KULT statt.

 


2023

Januar, 4gewinnt erweitert sein Kursangebot

alle 2 Monate finden Schnupperkurse für das Improtheater statt.

mittlerweile werden  2 x Level 1; 2 x Level 2; 2 x Level 3;  und 1 x Level 5 wöchentlich Kurse angeboten.

Das KULT erweitert die Räumlichkeiten über dem Theater mit dem Seminarraum “Del Perry Close” zu Ehren des berühmten, amerikanischen Improtheater Spielers.

3. open air Bühne auf dem Schimmelhof.

Das 4. Yoga Festival findet zum 1. Mal auf dem Schimmelhof und im DAS KULT statt.

 


2022

2. open air Bühne auf dem Schimmelhof. Den Auftakt machte das 10 jährige Bestehen des DAS KULT.

Die niederdeutsche Bühne kehrt nach langer Abstinenz in ihre alten Räumlichkeiten zurück. Diesmal nicht als Proberaum, wie früher, sondern mit einer 1. Premiere eines ihrer Stücke auf meiner Bühne. 

Januar, 4gewinnt erweitert das Kursangebot auf mittlerweile 

2 x Level 1; 2 x Level 2; 2 x Level 3; 1 x Level 4 Kurse.

brunswingt e.V. bietet jetzt 2 Kurse in der Woche an.

wöchentlich findet ein Tang Kurs statt.

März, das 4 Erzählfestival findet statt.

April, Premiere Niederdeutsche Bühne „Anna, dat Goldstück“

Juli,  die 1. “Der Goldene Impro Löwe- die Braunschweiger Impro-Meisterschaft”

August zum 1. Mal Soundschwester Claudy läd mit “wild & tanzbar” zur Disco ein. Ab jetzt ist sie jeden 2 Monat mit dem Format im DAS KULT.

Oktober, Das Weitblick Festival vom Theater Fadenschein ist mit einem Gastspiel zu Gast im DAS KULT.

2. Premiere Niederdeutsche Bühne “Bonnie & Clyde”

Braunschweigs kleinstes Theater feiert 10-Jähriges

Braunschweiger Zeitung, 25.06.2022

Braunschweig. Das KULT im Schimmelhof lädt ein zum freiluftigen Kultursommer mit Jubiläumsfest, Kleinkunst aller Art und viel Musik. Was erwartet die Besucher?

Direktor Thomas Hirche lädt zur Jubiläumsfeier ein: „Mein schönes, charmantes Kleinkunst-Theater für Braunschweig wird 10 Jahre alt.“ Das KULT sei das kleinste Theater der Stadt, wird der Direktor nie müde zu erwähnen. Im industriecharmanten Ambiente des Schimmelhofs hat das KULT inzwischen seinen festen Platz. Angefangen hatte alles am Hagenmarkt. Die Inhalte aber sind trotz des Umzugs an die Hamburger Straße 273 (Eingang C) geblieben.

Das KULT bietet in seiner unverwechselbaren Wohnzimmeratmosphäre eine Bühne für Kleinkünstler, Zauberer, Papiertheater, Bauchredner, Entertainer, darstellende Künstler, Musiker und noch mehr verrücktes Volk. Hirche selbst agiert dabei als Theaterdirektor, Künstlerbetreuer, Techniker, Werbemanager, Spieler, Kartenabreißer und Putzmann in einer Person. Seit 2012 stehen unter seiner Leitung jährlich rund 150 Gastspiele auf dem Programm.

Das Jubiläumsfest des KULT in Braunschweig steigt am 2. Juli 2022

Das Jubiläum soll mit einem Geburtstagsfest am Samstag, 2. Juli, von 14 bis 22 Uhr gefeiert werden. Geplant ist ein Potpourri aus Walk Acts mit Zauberei, Musik, Theater und Jonglage. Es wird Mitmach–Aktionen für Kinder geben, Verpflegung und einen Flohmarkt. Der Eintritt ist frei.

Die Jubiläumsfeier ist der Auftakt für die diesjährige Open-Air-Sommerbühne, die an den Wochenenden bis 27. August stattfinden soll. 28 Veranstaltungen sind geplant. Zu Gast sind hauptsächliche Künstler der Region, doch auch bundesweit bekannte Kreative werden erwartet.
Das KULT in Braunschweig widmet sich auch der Nachwuchsförderung

Erneut will sich das KULT der Förderung von Newcomern der Klassik widmen. Gemeinsam mit dem Verein Kinderklassik und der Städtischen Musikschule werden junge Talente aus Braunschweig und Umgebung vorgestellt.

Auftritte werden auch Gesangsprofis der Oper haben: darunter Michael Ha, Julia Fercho und Michael Krummen. Ebenso auf der KULT-Bühne stehen werden die Singer/Songwriter Meike Köster, Lea, Markus Schultze und Ulf Hartmann. Weitere Gäste sind auch die Booze-Band, Chattin3, Ketzberg (alias Paul Köninger & Band), Hans Fechtel und Bluespower.

Als besonderes Schmankerl preist Hirche die geplanten Improvisationstheater-Tage. „An vier aufeinanderfolgenden Samstagen im Juli werden hochkarätige, professionelle Improshows aus Braunschweig, Bremen und Hamburg zu Gast sein.“ Das „4gewinnt“-Improtheater für Braunschweig, das als größte Impro-Theaterschule Niedersachsens gilt und seinen Sitz im KULT hat, wird Workshops mit professionellen Trainern aus ganz Deutschland anbieten. Höhepunkt soll am 30. Juli das Maestro-Format sein, bei dem der Spieler des Abends vom Publikum erkoren wird.

Zum Abschluss spielt im Braunschweiger KULT „Die kleine Swingbrause“

Zum Abschluss der Open-Air-Sommerbühne spielt am 27. August die Hausband des KULT noch einmal zum Tanz auf: „Die kleine Swingbrause“, die sich in den vergangenen Jahren ihren festen Platz in der Lindyhop-/Swing-Szene erspielt hat.

Die Zuschauerplätze in der Sommersaison sind überdacht und bieten Schutz gegen Regen und Sonne gleichermaßen. Weitere Informationen gibt es unter www.daskult-theater.de

In Deutschland gab es im Jahr 2022 keinen flächendeckenden Lockdown mehr. Stattdessen wurden die strengen Corona-Maßnahmen im Laufe des Jahres schrittweise gelockert und das öffentliche Leben normalisierte sich weitgehend.
 
Die Entwicklung im Jahr 2022 im Überblick
  • Frühjahr 2022 (Lockerungen): Ab Februar fielen schrittweise viele Beschränkungen weg, wie die 2G-Regel (Zugang nur für Geimpfte und Genesene) im Einzelhandel und Theatern. Die meisten bundesweit angeordneten harten Maßnahmen endeten nach einer Übergangsfrist am 2. April 2022.
  • Sommer 2022: Es gab im Wesentlichen keine nennenswerten Einschränkungen im Alltag oder bei Freizeitaktivitäten.

Herbst/Winter 2022 (Neue Grundregeln): Ein neueres Infektionsschutzgesetz trat am 1. Oktober 2022 in Kraft. Dieses sah zum Schutz in der kühlen Jahreszeit zwar wieder mildere Regeln vor – wie eine bundesweite Maskenpflicht im Fernverkehr (Bahn und Flugzeug) sowie Masken- und Testpflichten in Krankenhäusern und Pflegeheimen –, ein Lockdown oder Schließungen von Geschäften und Schulen wurden jedoch ausgeschlossen.


 

2021

  • Verlängerung im Januar: Bund und Länder verlängerten den harten Lockdown am 5. Januar 2021 zunächst bis Ende des Monats, da die Infektionszahlen hoch blieben. 
  • Bundesnotbremse (April 2021): Per Gesetz galt ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 bundesweit einheitlich eine nächtliche Ausgangssperre, schärfere Kontaktregeln und die Schließung des Handels.
  • Lockerungen im Sommer: Sinkende Fallzahlen und Fortschritte beim Impfen führten im Sommer 2021 zu stufenweisen Öffnungen in Gastronomie, Kultur und Freizeit.
  • Herbst/Winter 2021: Trotz steigender Infektionszahlen gab es keinen neuen flächendeckenden harten Lockdown mehr; stattdessen griffen regional und bundesweit beschlossene Regeln wie die 2G- und 3G-Modelle.

Heftige Einschränkungen von öffentlichen Veranstaltungen. Mit 1,50 m Abstand sind entsprechend bei indoor Veranstaltungen nur 1/3 der üblichen Zuschauer möglich.

Mit Hilfe der Stiftung braunschweigischer Kulturbesitz kann die 1. openair Bühne auf dem Schimmelhof angeboten werden.

am 21.Sept. 21 ist Michael Hatzius: Die Echse auf meiner Bühne.

Damit es weitergeht, bot ich allen Menschen, hinter Masken und mit viel Abstand zueinander ein KULT-Cafe´. Dazu lud ich, gesichert hinter Plexiglas_Schutz_Aufstellern braunschweiger MusikerInn und bildende KünstlerInnen für eine Performance in mein KULT-Cafe´ein.

Außerdem konnten 2 Haushalte für jeweils eine Stunde den ganzen Saal für sich mieten und “dancing on your own” zelebrieren. Das führte u.a. dazu, dass 9 mal hintereinander am Freitag Abend um 21.00 zwei befreundete Haushalte den Saal mieteten und eine Stunde wild abtanzten. Die Woche über, so berichteten sie, waren sie schwer mit der Auswahl der songliste beschäftigt. Und ich bekam einen neuen Titel: “Der Glücklichmacher”

Januar, trotz der Widrigkeiten und Einschränkungen erweitert 4gewinnt seine Kurse mit

2 x Level 1,

1 x Level 2

und 1 x Level 3 Kurse. Wöchentlich.


2020

Im Januar eröffnet die Improvisations-Theater-Schule mit dem Ensemble um “4gewinnt-Improtheater für Braunschweig” seine Tore. Vorerst finden regelmäßig, wöchentlich 2 Kurse (Level 1 & Level 2) in den Räumlichkeiten des KULT statt. Hierfür ist extra ein weiterer Raum über dem Theater angemietet worden. Ehrenhalber wird er Keith Johnstone genannt.

Der Verein brunswingt e.V. gibt regelmäßig sogenannte Lindy Hopp (Swingtanz) Kurse

am 13. Feb. lädt 4gewinnt-Improtheater für Braunschweig zum 1. Impro-Jam ein. Ein Abend an dem alle, die wollen, zum Improtheater auf die Bühne dürfen.

am 06. März findet der erste Jazz-Freitag im KULT statt. An jedem 1. Freitag im Monat kann eine Jazz band ihr abendfüllendes Programm zeigen.

Der 14.03.2020 ist ein schwarzer Samstag für das Theater. Bundesweiter lockdown für alle öffentlichen Einrichtungen.

Das 4. Erzählvestival im März muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

am 26. Juli findet auf dem Schimmelhof durch die Initiative Jazz Braunschweig e.V. – eine open air Veranstaltung zur Unterstützung der braunschweiger Jazz Musiker statt.

Mit viel Enthusiasmus werden die Improtheater-Kursangebote über zoom-online weitergeführt. Das Angebot kann somit aufrecht erhalten bleiben, bis es wieder möglich ist, unter beschwerten Bedingungen die Kurse vor Ort weiterzuführen. 

Mein Aufruf an die Gäste des KULT eine kleine finanzielle Unterstützung zu erfragen fällt auf fruchtbaren Boden. Erst geraume Zeit später hat das Land Niedersachsen Corona-Hilfen genehmigt.

Der erste Lockdown im Frühjahr 2020
  • 16. März 2020: Bund und Länder beschlossen weitreichende Alltagsbeschränkungen.
  • 22. März 2020: Der Lockdown begann offiziell. Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und der Großteil des Einzelhandels wurden geschlossen. Es galten strenge Kontaktverbote.
  • Ab Mai 2020: Es kam zu schrittweisen Lockerungen und regionalen Öffnungsschritten. 
Der Teil- und harte Lockdown im Winter 2020
  • 2. November 2020: Beginn des „Teil-Lockdowns“. Gastronomie, Kultur und Sportstätten mussten schließen, während Schulen und Geschäfte vorerst geöffnet blieben.
  • 16. Dezember 2020: Wegen stark steigender Infektionszahlen startete der zweite harte Lockdown mit der Schließung des Einzelhandels. Davon hart getroffen waren alle öffentlichen Einrichtungen, Gastronomie, Theater.
 

2019

Liederjan zum 1. Mal im DAS KULT.


2018

März 3. Erzählfestival im DAS KULT.

Johannes Hallervorden im DAS KULT. Begleitet von seinem Vater Dieter.

Jon Flemming Olsen im DAS KULT.

Jan Forster-Magier & Mentallist zum 1. mal im DAS KULT. Ab jetzt jährlich 1 x.


2017

Am 23. September  2017  von 11-17 Uhr wird das fünf-jährige gefeiert.

Braunschweig ist eingeladen! Eintritt frei.

Das Programm:

ausschließlich Braunschweiger Künstler

THORSTEN STELZNER LIEST: SATIRE, LYRIK UND VIEL MEHR

HANS-W. FECHTEL: LYRIK., GITARRE UND GESANG

“DIE KLEINE SWINGBRAUSE” TREIBT ALLE ZUR RASEREI

 “PARKHOUSE 1”: ROCKT IM KULT SOLIDER ROCK & LAUNIGE REIME

 SVEN WAIDA’S ZAUBERHAFTE KLANG IMPRESSIONEN

 “LUMP” TREIBT IHR UNWESEN POST-PUNK MIT ORGEL & TROMPETE

 “DIE WILDEN SOCKEN” jazzen funkig auf den beiden Bühnen im DAS KULT.

DAZWISCHEN wird es wie immer im ganzem Haus KLEINKUNST  GEBEN, U.A. THEATER FÜR EINZELGÄNGER UND TOLLE GESCHICHTEN

März 2. Erzähltheater Festival auf dem Schimmelhof

Der Dachverband freier Theater Braunschweigs gründet sich im DAS KULT.

Sarah Lesch im DAS KULT.

4gewinnt bietet regelmäßig Improvisationskurse an Wochenenden an.

Ton Steine Scherben im DAS KULT.

Murzarella im DAS KULT.


2016

1. Erzähltheater Festival auf dem Schimmelhof.

Ulla Meinecke tritt im KULT auf.

Lilo Wanders kommt zum 1. mal ins KULT.

4gewinnt zeigt monatlich die show “Götter, Helden und Dämonen”

“singen im Pulk” mit der Gruppe Hagelschaden.

Bad Temper Joe im DAS KULT.


2015

Matthias Köninger (unser Musiker für 4gewinnt-Improtheater für Braunschweig) stellt eine Swingband auf die Beine. Die Kleine Swingbrause wird zur Hausband vom DAS KULT. 

Die Jazz Session hält Einzug in mein Theater. Engagierte Jazz Liebhaber haben seit Jahren an unterschiedlichen Spielorten Braunschweigs die Jazz-Session etabliert. Ab jetzt auch    4 x im Jahr im DAS KULT. Eine opener band lädt zur Session ein.

Ich biete regelmäßig, wöchentlich ein Improvisationstheater workshop an. “Das Strather” (Das Straßen-Theater, was niemals auf der Straße war) geht regelmäßig auf die Bühne und zeigt unter meiner Leitung improvisierte shows.

Einmal im Monat findet das Tango-Cafe´statt. Am 2. Sonntag Nachmittag im Monat können begeisterte Tango Tänzer eine Milonga zelebrieren.

Hans W. Fechtel ist ab jetzt regelmäßig 2 bis 4 mal pro Jahr mit den unterschiedlichsten Darbietungen zu Gast im DAS KULT.

Der Zauberzirkel Braunschweigs verlegt seine regelmäßigen Sitzungen in DAS KULT.


November 2014

Immer noch winzig – Das Kult ist umgezogen

(Braunschweiger Zeitung, November 2014)

Immer noch nicht größenwahnsinnig. Thomas Hirche legt Wert darauf, dass sein Kult-Theater auch nach dem Umzug in den Schimmelhof das kleinste der Stadt sei. „Das U 22 im Staatstheater zählt nicht, weil’s ja im Kleinen Haus ist“, betont er und lacht verschmitzt.
Herrlich entspannt, dieser Mann, und dabei doch eine eierlegende Wollmilchsau auf zwei Beinen: Theaterdirektor, Künstlerbetreuer, Techniker, Werbemanager, Spieler, Kartenabreißer und Putzmann in einer Person.
Der Herr Direktor pflegt seine Gäste am Ende der Vorstellung mit Handschlag zu verabschieden. Eine nette Geste, die inzwischen vom Publikum eingefordert wird.

Im August 2012 hatte der visionäre Kleinstkünstler, einst Schlosser und Drogenberater, heute 47 Jahre alt, von sich reden gemacht, als er in einer kleinen Wohnung am Hagenmarkt sein Kult-Theater eröffnete – ganz ohne städtische Zuschüsse.

DAS KULT: das steht für DAS KleinkunstUnterhaltungsLiteraturTheater.
Im Mai musste er raus aus der Wohnung und ging ins Exil – ins Café Flora in der Gärtnerei Volk im Hasenwinkel. Eine gastfreundliche Behausung im schwülen Grünen, aber eben kein Dauerzustand.

Inzwischen aber ist alles gut geworden. Mit den Räumen im Schimmelhof – Einfahrt von der Hamburger Straße – scheint Hirche angekommen. Schöne Räume, Industriecharme. Mit Parkplätzen vor der Tür und netten Nachbarn.

Im neuen Kult gibt’s ein „Großes Haus“ und ein „Kleines Haus“. Typisch Hirche-Humor. Das eine fasst etwa 70 Zuschauer, das andere 40.
Eine Bühne für Kleinkünstler, Zauberer, Papiertheater, Bauchredner, Entertainer, darstellende Künstler und noch mehr verrücktes Volk will Hirche bieten. Und seine eigenen Sachen machen. Derzeit tüftelt er mit Matthias Köninger und Kathrin Nagel (Regie) ein Figurentheaterstück für Erwachsene aus: „Herr King und der Untergang des guten Geschmacks“. Premiere soll im März sein.

Auch Jazzkonzerte kann er sich in den neuen Räumen vorstellen, Seminare und die Nutzung als Atelier. Derzeit bietet Hirche dort einen Lehrgang für Straßentheater an. Außerdem vermietet er unter: Gerade erst hat die Buchhandlung Graff ihre Veranstaltungsreihe „Graff 27“ in den Schimmelhof verlegt– Lesungen an ungewohntem Ort.

Noch ist viel zu tun. Den Holzfußboden verlegen gerade Schüler der Johannes-Selenka-Schule, Außenstelle Schimmelhof. Ein Projekt im Rahmen der Berufsbildung. Auch Toiletten müssen noch gebaut werden. In der Übergangszeit helfen die netten Nachbarn aus: „Die stellen das Männerklo!“


2014

Erst Café Flora, dann der Umzug

Thomas Hirche geht mit seinem Kleinkunst-, Unterhaltungs- und Literatur-Theater ins Exil.

Von André Pause, 16.03.2014.

Braunschweig. Knapp zwei Jahre lang war das Kleinkunst-, Unterhaltungs- und Literatur-Theater (kurz: das Kult) von Thomas Hirche eng verknüpft mit der kuscheligen Lokalität am Hagenmarkt. Das ist demnächst Geschichte. „Mein Kult geht ins Exil“, erzählt Hirche lächelnd.
Aber das ist noch nicht alles. Eine anstehende Umbaumaßnahme, die im Mai beginnt, hat der Theatermacher zum Anlass genommen, neu über sein immobiles Wirkungsfeld nachzudenken. Das Ergebnis der Überlegungen: Das Kult soll größer werden, ohne seinen besonderen Charme zu verlieren. Am Hagenmarkt ist eine Expansion nicht möglich, was bedeutet, dass Braunschweigs kleinste Bühne umziehen muss.

Bevor es im Herbst dieses Jahres aller Voraussicht in ein neues, erheblich größeres Domizil in innerstädtischer Lage geht („Die Verhandlungen laufen, aber es ist noch nicht wirklich spruchreif“), verlegt Hirche den Theatersommer ins Café Flora im Hasenwinkel, das die Lebenshilfe mit großem Engagement in der Gärtnerei Volk betreibt. „Dass das alles so funktioniert, ist total großartig. Ansonsten hätte ich das Theater den ganzen Sommer nicht betreiben können“, skizziert Hirche, der zum temporären Spielort gekommen ist, wie die Jungfrau zum Kind. Jedenfalls ungefähr. Die Sponsorensuche führte den Vollblut-Theaterer mit Matthias Köninger zusammen.

Und der ist, wie es der Zufall will, nicht nur Profimusiker, sondern auch Ehemann von Susanne Köninger, der Geschäftsführerin besagter Gärtnerei. „Das Sponsorengespräch hat zehn Minuten gedauert, dann haben wir uns drei Stunden im Gespräch kennengelernt“, berichtet Hirche. Der Kontakt war da.
Im komprimierten Café-Flora-Programm sind nun zunächst zwei Veranstaltungen pro Monat geplant, jeweils freitags im Anschluss an den Cafébetrieb. Den Satiriker Thorsten Stelzner konnte Hirche für eine Lesung gewinnen, und auch ein Abend mit Zauberei ist fest eingeplant. Während am Restprogramm und der exakten Zeitenfestlegung noch gefeilt wird, steht der erste Termin bereits fest.

Am 17. Mai ist Auftakt. Und auch, wenn eine Bespielung des Cafés durch das Kult über den Sommer hinaus erst einmal nicht vorgesehen ist, zeigt sich Janet Grüning, die zuständige Projektleiterin der Lebenshilfe, sehr angetan: „Wir hatten immer den Plan, etwas in diese Richtung zu machen. Vom Kult habe ich vorher schon gehört. Als ich das Programm gelesen habe, dachte ich mir, das passt.“ Passen soll es im Herbst auch mit der neuen Lokalität für das Kult. „Ziel ist dann, die ganze Woche Theater zu machen“, blickt Thomas Hirche voraus. „Die Aufgabengewichtung wird sich natürlich verändern. Ich werde sicherlich weniger selber spielen, dafür mehr Impressario und Theaterdirektor sein.“

Die erste Figurentheaterproduktion für Erwachsene, die am neuen Ort Premiere feiern soll, ist unterdessen schon in Arbeit. „Herr King und der Untergang des guten Geschmacks“ ist der vielsagende Titel. Eine Zusammenarbeit mit – wie sollte es anders sein – Matthias Köninger.

Im Februar 2014 wird in meinen Räumlichkeiten am Hagenmarkt von der Apotheke “Eigenbedarf ” angemeldet. Nach einem kurzen Schock ist mir klar, ich will DAS KULT nicht aufgeben und starte eine Umfragen mindestens an alle Gäste, die meine Vorstellungen besuchen. Kann ich irgendwo unterkommen? Mit viel Glück erwischte ich tatsächlich eine Besucherin, die der niederdeutschen Bühne angehörte. Deren Probebühne, Requisiten Bau- und Lager waren die Räumlichkeiten auf dem Schimmelhof. Ich konnte mit meinem Equipment als Untermieter dort einziehen und vor allem weiter meine Stücke proben, Seminare mit 4gewinnt anbieten.

Schon im bald tritt der Verein der niederdeutschen Bühne an mich heran und verkündet, sie wollen die Räumlichkeiten aufgeben, da sie sich verkleinern müssen. Nach fruchtbaren Gesprächen mit der Vermieterin konnte der Mietvertrag auf mich umgeschrieben werden. Ich war mit meinem Theater auf dem Schimmelhof herzlich willkommen.

Von Mai bis November 2024 erfolgten weitreichende Umbaumaßnahmen im Gebäude auf dem Schimmelhof. Unter anderem wurden neue Fluchtwege erschlossen und eine ausreichend große Toilette auch für Menschen mit Behinderung eingebaut.

Wieder mit vielen helfenden Händen wurde aus dem Proberaum eine öffentliche Bühne mit Zuschauerraum. 

So konnten im November 2024 schon die ersten öffentlichen Aufführungen im neuen DAS KULT stattfinden.


2013

Traum von einer „Kulturfabrik“ Braunschweiger Zeitung, 23.12.2013

Von Falk-Martin Drescher
Braunschweig. Er ist Schauspieler, Theaterdirektor, Techniker, Kartenverkäufer und Putzmann in einem. Thomas Hirche eröffnete vor einem Jahr das KULT, Braunschweigs kleinstes Theater. Am Sonnabend (21. September) lädt es um 17 Uhr zur Jubiläumsparty an den Hagenmarkt 18. Im Interview berichtet Hirche über seine Arbeit und die Bedeutung des KULT.

? Thomas, wie kam es dazu, dass du ein eigenes Theater eröffnet hast?

! Ich wollte immer eine Kulturfabrik à la Andy Warhol eröffnen. 2011 suchte ich allerdings „nur“ einen Proberaum. Über viele Ecken lernte ich den Apotheker Roland Bohlmann kennen. Er stellte mir die Räumlichkeiten vom jetzigen KULT für ein Jahr mietfrei zur Verfügung. Der Raum war so schön, dass ich darüber nachdachte, die Öffentlichkeit an meinem Glück teilhaben zu lassen, und eröffnete das KULT – kurz für „Kleinkunst-Unterhaltungs-Literatur-Theater“. Ich möchte hier vielen darstellenden Künstlern ein Auftrittsforum bieten.

? Was ist das Besondere am KULT?

! Nicht immer nur Altbekanntes, den Mainstream zu bieten, sondern etwas Besonderes, Intimes, fast Familiäres mit Künstlern zum „Anfassen“. Die extreme Nähe zum Publikum ist im kleinsten Theater Braunschweigs Programm.

? Was gibt es in deinem Theater zu sehen?

! Von Anfang an gab es immer am ersten Freitag im Monat „Tasten in der Finsternis“ mit Sven Waida. Ich zeige regelmäßig zwei Papiertheaterstücke: „Robinson Crusoe“ und „In 80 Tagen um die Welt“. Außerdem gibt es Kleinkunst, Autorenlesungen, Zaubern für Erwachsene und Kinder, Schauspiel, szenische Lesungen, Clowns, Musikpantomimen, Chansonsänger, Lyriker und vieles mehr.

? Was sind deine nächsten Projekte?

! Im Moment bereite ich gerade eine Premiere vor. Gemeinsam mit Hardy Crueger, Autor aus Braunschweig, habe ich ein Stück für das „Theater für Einzelgänger“ entwickelt. Es ist ein besonderes Format, bei dem nur eine Person ein dreiminütiges Theaterstück gezeigt bekommt. Es wird dann so oft wiederholt, wie es Zuschauer gibt. Der zehnminütige Psychothriller wird am 16. November als Figurentheaterstück unter dem Namen „Ab 18“ auf die Bühne kommen. Für 2014 ist ein Schauspiel mit Kathrin Nagel und eine Regiearbeit mit Roland Kremer geplant.

Anlässlich des einjährigen Geburtstags erwartet die Besucher ein buntes Programm aus Geschichten, Theater, Jonglage, Lyrik, Livemusik und vieles mehr. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.daskult-theater.de


2013

“Klein, aber enorm kultig”

Braunschweiger Zeitung, 2013 Von Ann Claire Richter
Theaterdirektor, Künstlerbetreuer, Techniker, Werbemanager, Spieler, Kartenabreißer und Putzmann in einer Person. Als Thomas Hirche vor einem Jahr am Hagenmarkt Braunschweigs kleinstes Theater mit dem Namen „KULT“ eröffnete, ging er frohgemut zur Sache. Eine Bühne für Kleinkünstler, Zauberer, Papiertheater, Bauchredner, Entertainer, darstellende Künstler und noch mehr verrücktes Volk. „Nein, viel Geld lässt sich damit nicht verdienen“, hatte Hirche damals lachend eingeräumt.
Am Wochenende feiert der Direktor mit Freunden und Fans des Hauses in den 80 Quadratmetern den ersten Geburtstag des Theaters. Wir stellten dem Theatermacher drei Fragen.

Sind Sie mit der Auslastung des KULT im ersten Jahr zufrieden?

Im Grunde bin ich mit der Auslastung recht zufrieden. Es muss sich noch mehr rumsprechen, dass es eine Erweiterung der Theaterlandschaft in Braunschweig gibt. Die beste Werbung, die ein Theater haben kann, ist nun mal Mund-zu-Mund-Propaganda. Wem’s gefällt, der erzählt es weiter, kommt wieder und bringt neue Gäste mit. Das dauert seine Zeit.

Gibt es Dinge, die Sie verbessern möchten?

Ich würde gerne leicht aufsteigende Sitzreihen bauen, damit die Zuschauer einen noch besseren Blick auf die ebenerdige Bühne bekommen. Aber dazu fehlen mir momentan noch die finanziellen Mittel.

Was erwartet die Zuschauer bei der Geburtstagsparty?

Beim Geburtstagsfest des kleinsten Theaters Braunschweigs passieren an diesem Tag alle Dinge gleichzeitig. Der Eintritt ist frei. Die hoffentlich vielen Gäste schreiten auf einem „rotem“ Teppich durch den Hausflur. Karsten Hinz von der TU und Freunde bieten im Eingangsbereich Jonglageeinlagen; Anna Rossier wartet auf halber Treppe im Hausflur mit kurzen Geschichten für jeweils zwei bis fünf Zuhörer auf; Sven Waida spielt im Fahrstuhl live Gitarre und lädt die Gäste zum Mitfahren ein. Gina van der Wall erwartet als „Wahrsagerin“ die Gäste in der Künstlergarderobe; Kathrin Nagel wartet als Chinesin verkleidet im Apothekerschrank mit Glückskeksen und Weisheiten, während Thorsten Stelzner es sich im „Lyriksessel“ bequem macht. Andreas Essmann zieht derweil mit einem Bauchladen seine Kreise. Und ich rase als Theaterdirektor den ganzen Nachmittag durch die Gegend und schaue, ob es allen gutgeht.


2012-2014

Braunschweigs kleinstes Theater am Hagenmarkt 

Wenn etwas kleiner ist als das Größte, so ist es darum noch lange nicht unbedeutend“, wusste schon der römische Philosoph Seneca. Braunschweigs kleinstes Theater, das KULT (KleinkunstUnterhaltungsLiteraturTheater) ist zwar in der Tat so klein, dass man es leicht übersieht, dennoch wird hier ein ungewöhnliches, abwechslungsreiches Programm auf die Beine beziehungsweise auf die Bühne gestellt.

„Du stehst auf dem Hagenmarkt, hast den Brunnen im Rücken und schaust auf die Hagenmarkt Apotheke“, beschreibt Theaterdirektor Thomas Hirche die Lage des KULT. Und tatsächlich: Wenn man genau hinschaut, weist ein kleines Schild zwischen Apotheke und Optiker auf das Theater hin. Eine Klingel gibt es nicht, Hirche holt seine Gäste zu Vorstellungen gerne persönlich am Eingang ab – meist stilecht mit Zylinder.

Seit August letzten Jahres betreibt der grauhaarige 46-Jährige, der – in Anlehnung an Andy Warhols Kunstfabrik – schon immer ein eigenes Kulturzentrum haben wollte, das KULT. „Ein Teil wäre ein eigener Theatersaal gewesen“, beschreibt Thomas Hirche mit ruhiger Stimme bei Kaffee und einer selbstgedrehten Zigarette seine ursprünglichen Vorstellungen. Mittlerweile plane er aber kein Kulturzentrum mehr, da bei solch einem Vorhaben viele Leute beteiligt werden müssten und man so irgendwann eher in den administrativen Bereich rutschen würde.„Dafür spiele ich zu gern“, gibt er schmunzelnd zu.

Da Hirche selbst aus dem Straßentheater kommt und die Nähe zum Publikum mag, ist die 4 x 3 Meter große Bühne auf einer Ebene mit dem Zuschauerraum. Insgesamt gibt es im KULT 30 Sitzplätze, das gesamte Theater ist lediglich 80 Quadratmeter groß, wovon allein 50 auf den Theatersaal entfallen. Trotz des begrenzten Platzes gibt es hier jedoch fast alles, was es auch in größeren Häusern gibt – auch eine kuschelige Künstlergarderobe (2 m x 60 cm) mit Tisch und Spiegel darf nicht fehlen. Ganz wie der Theaterdirektor in Goethes „Faust“, der sagte: „Ihr wisst, auf unseren deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag“, hält es auch Hirche. Zwar betont er, dass es sich beim KULT um „keinen Experimentierboden“ handelt, allerdings gibt es auch keine festen Kriterien, nach denen er entscheidet, was von Kleinkünstlern, Zauberern, Papiertheatern, Entertainern, Bauchrednern, und darstellenden Künstlern aufgeführt wird.

Erlaubt ist, was dem Direktor gefällt – und über mangelnde Abwechslung kann man sich wahrlich nicht beschweren: Auf dem Spielplan stehen aktuell eine Autorenlesung, ein literarisches Kabarett, ein „Robinson Crusoe“-Papiertheater und eine FSK-16-Zaubershow mit echten Schlangen, bei der es „etwas derber“ zugeht. Die Veranstaltung „Tasten in der Finsternis“, bei der in völliger Dunkelheit Klavier gespielt wird und der Pianist sich „von einer Taste zur anderen tastet“, findet jeden ersten Freitag im Monat (außer Juni) statt. Wer Lust auf einen kleinen aber feinen Theaterbesuch bekommen hat, sollte telefonisch oder online reservieren. Hereinspaziert!
Text: Hannes Graubohm / Fotos: Hannes Graubohm


August 2012

 

“Mit 40 Plätzen das wohl kleinste Theater der Stadt”

Braunschweiger Zeitung im August 2012 Von Ann Claire Richter
Thomas Hirche will im KULT am Hagenmarkt professionellen Kleinkünstlern und sich selbst eine Bühne bieten.
Thomas Hirche: Theaterdirektor, Künstlerbetreuer, Techniker, Werbemanager, Spieler, Kartenabreißer und Putzmann in einer Person.
Alles da, was das Herz begehrt: Bühne, Stühle, Künstlergarderobe… Sogar eine Sektbar. Und ein Kühlschrank. Im KULT am Hagenmarkt, Braunschweigs wohl kleinstem Theater, ist’s ein bisschen übersichtlicher als anderswo. Insgesamt 80 Quadratmeter, davon 50 für die Aufführungen.

KULT: das steht für KleinkunstUnterhaltungsLiteraturTheater. „Keine Experimentierbühne zum Ausprobieren, sondern ein Theater für etablierte Kleinkünstler!“, betont Thomas Hirche. Der 45-Jährige ist Direktor, Künstlerbetreuer, Techniker, Werbemanager, Spieler, Kartenabreißer und Putzmann in einer Person.

Hirche ist spartanische Verhältnisse gewohnt. Ein Minimalist. Spielt gerne auch mal aus dem Koffer. Im vergangenen Jahr berichteten wir über sein „Theater für Einzelgänger“ – drei Minuten Aufführung für einen einzigen Zuschauer. Hirche macht seit fast drei Dekaden Theater. Hat unter anderem beim Peiner Gewerkschaftskabarett „Querköppe“ gespielt und bei den Wolfsburger „Culturfreaks“. Früher war er mal Schlosser und von 1999 bis 2009 auch Sucht- und Drogenberater in Goslar. Ein Mann also, der ein bisschen was vom Leben versteht.

Unter dem Namen „Me, myself and I“ führt er auch Papiertheater für 15 Personen auf oder präsentiert sich als Walk Act auf einem Einrad.

Nun also ist er Theaterdirektor. Empfängt jeden seiner Gäste in der kleinen Wohnung neben der Apotheke am Hagenmarkt persönlich. In Zylinder und Gehrock.

Die Stühle – ungefähr 30 passen rein – sind zusammengeklaubt von Flohmärkten oder mitgenommen vom Straßenrand vor der Sperrmüllabholung, „Ommastühle“, sagt Hirche grinsend. Alles ganz liebevoll gemacht. Die Eingangstür des Spielraumes säumt ein schmuckes Girlandenornament, filigran ausgeschnitten aus einer Tapete. Ein surrealistischer Dali ziert die Decke der Toilette. Unisex, nicht getrennt für Männlein und Weiblein. So viel Platz gibt das Theater nicht her. Und an den Decken baumeln Kristallleuchter. „Die hab ich von der Spende einer Freundin gekauft“, sagt Hirche. Die Lüster heißen nun Angela, nach der edlen Spenderin.

„Ich möchte eigene Stücke aufführen, darstellenden Künstlern ein Auftrittsforum bieten, ein Proberaum für Theaterprojekte bereitstellen und außerdem einen Raum für theaterrelevante Seminare anbieten“, erklärt Hirche. Um Fördergelder durch Steuermittel will Hirche nicht nachsuchen. „Ich versuche es erst mal ohne Anträge für städtische Zuschüsse“, betont er fast ein bisschen kämpferisch. Nein, viel verdienen lasse sich mit dem KULT sicher nicht. Eine feste Gage für Künstler wird’s nicht geben. „Risikoteilung: Sie werden prozentual an den Einnahmen beteiligt.“

Hirche ist ein bisschen stolz, dass er an historischem Ort spielen wird. „Früher existierte hier am Hagenmarkt das Opernhaus in Braunschweig – von 1690 bis zu seiner Schließung 1861. 1772 wurde dort Lessings Emilia Galotti und 1829 Goethes Faust uraufgeführt.“

Im November findet das erste mal die letzte Lesung des Jahres GRAFF27 (am 27. Tag jeden Monats im Jahr findet eine Lesung von der Buchhandlung GRAFF, Braunschweig an ungewöhnlichen Orten statt) im DAS KULT statt. 


August 2012:

DAS KULT IST ERÖFFNET:

Das neue, feine, charmante Theater

Das Opernhaus am Hagenmarkt in Braunschweig existierte von 1690 bis zu seiner Schließung 1861. Es war nach München (Salvatorplatz) und der Hamburger Oper am Gänsemarkt das dritte für die Allgemeinheit zugängliche Opernhaus in Deutschland und war in seiner Blütezeit während des 18. Jahrhunderts von überregionaler Bedeutung. 1772 wurde dort Lessings Emilia Galotti und 1829 Goethes Faust uraufgeführt. (Wikipedia)

Jetzt entsteht gegenüber (Am Hagenmarkt 18) mein neues, feines, charmantes Theater: DAS KULT
Das KULT ist keine Experimentierbühne zum Ausprobieren, sondern ein Theater für etablierte Kleinkünstler. Ich möchte eigene Stücke aufführen, darstellenden Künstlern ein Auftrittsforum bieten, ein Proberaum für Theaterprojekte bereitstellen und außerdem einen Raum für theaterrelevante Seminare anbieten.

Räumlichkeiten: Das KULT ist 80 m² groß, mit einem Aufführungsraum von 50 m². Somit das kleinste Theater Braunschweigs. Es besitzt einen Empfangsraum, eine Garderobe für Künsler und Gäste und eine Toilette. Die Bühne ist ebenerdig und mit dem Minimum an Technik ausgestattet, die man für einen Auftritt benötigt.
Ich selber bin Tournee-Theaterspieler, mit meinem Theater ME, MYSELF AND I und biete ein umfangreiches Kleinkunstprogramm mit walk acts und Figurentheater an. Wie es sich in meinem theaternamen widerspiegelt, bin ich Solo unterwegs. Auch das KULT werde ich selbständig betreiben. Ich bin dort Theaterdirektor, für das booking und die Künstlerbetreuung verantworlich, Techniker, Werbemanager, Spieler, Kartenabreißer und Putzmann.

Der Raum wurde mir als Proberaum zur Verfügung gestellt. Die Idee, ihn für Publikum zu öffnen, ist erst nach und nach entstanden. Auf der Suche nach geeigneten Künstlern ist z.B. auch die Idee entstanden, ein Varieté Show vorzubereiten. Die Verwirklichung könnte noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Bis dahin gibt es schon das Programm für Oktober:

13.10.2012 20:00 Uhr Impro-exklusiv mit der nagelneuen Braunschweiger Gruppe “4gewinnt” Der erste öffentliche Auftritt.

Für alle Veranstaltungen gilt, wegen der begrenzten Platzzahl, weiterhin Anmelde”Pflicht”!
Denn, ich will Niemanden am Aufführungsabend wieder wegschicken müssen, weil kein Platz mehr frei ist.

Juli 2012

 “Vom Stahlwerk auf die Theaterbühne: Der gebürtige Schmedenstedter Thomas Hirche arbeitet weiter an seinem Traum vom eigenen Theater.

(Peiner Allgemeine Zeitung, im Juli 2012)

Rückblick: Nach der Schule lernte Hirche zunächst den Beruf des Stahlbauschlossers in Peine, aber da war schon immer so eine Liebe zum Theater und zur Schauspielerei. „In der Schule und während der Ausbildung habe ich in Theatergruppen mitgespielt und die ‚Peiner Querköppe‘ mitgegründet“, erinnert sich Hirche an die Anfänge seiner Karriere auf den Bühnenbrettern.

Der Liebe wegen zog es ihn schließlich nach Wolfsburg, wo er sich der Gruppe Culturfreax anschloss und jedes Jahr eine Produktion mitmachte. Hirche holte den Realschulabschluss nach, besuchte die Berufsaufbauschule Technik und studierte schließlich Soziale Arbeit in Braunschweig.
„1998 habe ich meinen Abschluss gemacht und dann zwölf Jahre in der Goslarer Drogenberatungsstelle gearbeitet. Dort hatte ich viel mit integrativer Gestalttherapie zu tun und habe mich zum Suchttherapeuten weitergebildet“, erklärt der Schauspieler.

Während dieser Zeit trat er zunächst mit Kollegen, später dann alleine mit Straßen- und Figurentheater auf. 2009 wurde daraus das Theater „Me, Myself and I“ mit bundesweiten Auftritten. „Ich habe oft noch meinen Klon dabei, eine Puppe, die mir sehr ähnlich ist. Eine Form meines Theaters ist das Zwiegespräch an einer kleinen Bühne auf öffentlichen Plätzen, das ‚Theater für Einzelgänger‘. Sobald jemand mir gegenüber Platz nimmt, geht es los. Da ist mein Theater dann auch schon ausverkauft“, sagt Hirche mit einem Augenzwinkern.
Ein paar, aber nicht wesentlich mehr Plätze, bietet sein Kult-Theater in Braunschweig, das er seit Sommer betreibt.

„Ein Apotheker war mal in einer meiner Vorstellungen und hat mitbekommen, dass ich einen Probenraum suche. Da hat er mir den Raum am Hagenmarkt angeboten und mittlerweile nutze ich diesen auch als Theater für 40 Gäste“, erläutert der Schauspieler. Nach Anmeldung kann man dort Robinson Crusoe als Papiertheater erleben, mit Lessing Kaffee trinken oder den Klaviertasten in der Finsternis lauschen, um nur einige Programmpunkte zu nennen.
Gerne würde Hirche sein kleines Theater weiter betreiben. 


März 2012

Die Apotheke am Hagenmarkt bietet mir einen kleinen Raum (80 m²) an, indem ich u.a. meine eigenen Theaterstücke proben kann. Unter dem Namen “ME, MYSELF and I” entwickle ich zwei Figurentheaterstücke für Kinder ab 6 Jahren. Zusätzlich finden die Proben zu der Musik Revue “Mühe & Muße” statt. Und ich habe eine Performance mit einem Chor erarbeitet.

Nach kurzer Zeit entsteht die Idee diesen Raum öffentlich zu bespielen. Die Möglichkeit 40 Zuschauer vor einer Bühne zu platzieren und Künstler auf die Bühne einzuladen, bedarf einiges an Vorbereitung. Mit viel Hilfe von Freunden, Bekannten und meiner späteren Gattin Kristin entsteht der Aufführungsraum DAS KULT,

Das KleinkunstUnterhaltungsLiteraturTheater.


2011

dito.


2010

Erfolgreiche Aufführungen Bundesweit. Einladungen zu Staßentheaterfestivals, Theaterfestivals als Theater ME, MYSELF and I. Entwicklung einiger Figuren für das Straßentheater, 2 Papiertheater Stücke entstehen. regelmäßige Aufführungen mit Figurentheaterstücken für Kinder ab 6 Jahren.


2009

Beginn meiner Selbständigkeit als Theaterspieler. Nach Jahrzehnte langen Semi-professionellen Aufführungen im Bereich Schauspiel, Comedian, Straßentheater, Walk acts, Figurentheater mache ich mein Hobby zum(r) Beruf(ung).

Rollstühle

Der Zuschauerraum des KULT ist über eine Rampe erreichbar wie auch bei Open Stages die Bühnen-Ebene.

Symbol zur Kennzeichnung einer Induktionsschleifenanlage
Höranlage

Das KULT ist mit einer induktiven Höranlage ausgestattet. Bitte stellen Sie Ihr Hörgerät auf T oder M/T.